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Ab wann kann ein Baby alleine schlafen?

BABY-PLUS BabywippenBabys Schlaf ist für die meisten Eltern schon direkt nach der Geburt ein großes Thema. Wo sollte das Baby am besten schlafen? Wie kann das Baby besonders sicher und möglichst geborgen schlummern? Und was gehört zur Schlafausstattung des Babys unbedingt dazu? All das sind Fragen, mit denen sich werdende Eltern auseinandersetzen. Natürlich beschäftigt sie aber auch, ob und wann der Nachwuchs alleine schlafen kann, sprich in einem eigenen Zimmer. Denn obwohl ein Baby das Leben der gesamten Familie auf den Kopf stellt, wünschen sich die meisten Paare die gewohnte Zweisamkeit im elterlichen Schlafzimmer und etwas mehr Ruhe schnell zurück.

Dürfen Babys ab der Geburt alleine schlafen?

Ab wann kann ein Baby alleine schlafen?Denken werdende Eltern an die ersten Lebensmonate mit ihrem Nachwuchs, gehört die Vorstellung vom eigenen Bettchen im separaten Kinderzimmer in der Regel fest dazu. Entsprechende Kinderzimmermöbel werden gekauft, das Zimmer vorbereitet und dekoriert, sodass es schon vor der Geburt bereit für den neuen Erdenbewohner ist.

In der Tat können Babys – wenn Eltern dies wünschen – schon von Anfang an im eigenen Zimmer und Bettchen übernachten, also alleine schlafen. Halten Eltern ein Babyphon bereit, mit dem sich der Nachwuchs beobachten und Unruhe rechtzeitig erkennen lässt, steht dem Schlaf des Kindes in den eigenen Räumlichkeiten eigentlich nichts im Wege.

Doch Vorsicht: Obwohl Babys theoretisch direkt ab der Geburt allein schlafen können, bedeutet dies nicht, dass das auch wirklich sinnvoll für Eltern und Kind ist. Auch haben die meisten Babys direkt nach der Geburt ein anderes Schlafbedürfnis, sodass es meist nicht zu dem Alleine-Schlafen kommt. Wieso, erklären wir Ihnen nachfolgend.

Sicherer Schlaf für Babys – in der Nähe der Eltern bleiben

Evolutionsbedingt haben Babys in ihren ersten Lebenswochen und –Monaten das starke Bedürfnis, in der Nähe ihrer Eltern zu bleiben und zu schlafen. Die körperliche Nähe, Wärme und der elterliche Geruch sind wichtige Faktoren für das Neugeborene, mit denen es sich am wohlsten und sehr geborgen fühlt. Diese Faktoren vermitteln nämlich Sicherheit, da das Kind noch auf die Eltern, deren Fürsorge und Schutz angewiesen ist. Muss es alleine schlafen, vermisst es die Wärme und Nähe, es entsteht innere Unsicherheit und Unruhe – für das Baby bedeutet das: Es ist alleine nicht sicher und muss so schnell wie möglich zu den Eltern zurück. Das bedeutet, selbst wenn ein Baby sicher im eigenen Zimmer alleine schlafen kann, wird es das nicht wollen und sich bald entsprechend bemerkbar machen.

Vor- und Nachteile, die durch das Schlafen in der Nähe der Eltern entstehen

  • das Baby fühlt sich sicherer und wird dadurch allgemein zufriedener
  • Eltern und Kind fühlen sich beide beruhigter
  • die Nähe und Geborgenheit lässt Babys meist besser schlafen
  • der Schlaf in elterlicher Nähe ist für Babys sogar sicherer
  • das nächtliche Füttern und Wickeln, sowie Beruhigen erweist sich als einfacher
  • Eltern müssen zunächst kein ganzes Kinderzimmer einrichten
  • die Eltern haben weniger Platz in ihrem Schlafzimmer
  • die Umgewöhnung an das eigene Kinderzimmer kann später schwieriger werden

Babys schlafen sogar sicherer, wenn sie – sicher in einem eigenen Bettchen auf dem Rücken – im elterlichen Zimmer untergebracht sind. Dies senkt das Risiko des plötzlichen Kindstods, vermutlich, weil der Stresslevel des Kindes sinkt und es permanent Geräusche der Eltern wahrnimmt, denen es sich anpasst. Sie schützen also Ihr Kind sogar, indem Sie es in Ihrer Nähe nächtigen lassen. Im Elternbett selbst sollte das Baby jedoch nicht untergebracht werden, da dies das Risiko für den plötzlichen Kindstod erhöhen würde.

So entsteht eine sichere Schlafumgebung

Am meisten wird von Experten, Eltern und auch Hebammen das sogenannte Beistellbett empfohlen, das direkt neben dem elterlichen Bett positioniert werden kann und möglichst viel Nähe zwischen Mutter oder Vater und Kind erlaubt. Das Kind erhält seine eigene Schlaffläche mit guter Luftzirkulation und darf dennoch Nähe, Wärme der Eltern und deren Geruch verspüren, um sich geborgen zu fühlen. Durch die Nähe können Eltern auf Unruhe zudem schnell reagieren und auch das Stillen besser arrangieren. Doch es gibt weitere Faktoren, die zum sicheren Schlaf des Kindes zu beachten sind – auch, wenn es trotzdem im eigenen Zimmer schlafen soll:

  • das Baby sollte zum Schlafen immer auf den Rücken gelegt werden
  • im Bett des Babys sollten sich keine Decken, Kuscheltiere, Stoffe, Kissen oder Schmuseartikel befinden, da diese die Luftzirkulation abschneiden
  • die Atemwege des Kindes sollten immer frei bleiben
  • das Kind sollte nicht mit Decken oder Tüchern zugedeckt werden
  • ein Schlafsack als wärmender Begleiter reicht vollkommen aus
  • Schnuller in der Nacht helfen dabei, die Atemwege zu öffnen und das Risiko für den plötzlichen Kindstod zu senken

Ganz wichtig ist es, ein Überhitzen des Kindes zu vermeiden. Ob im elterlichen Schlafzimmer oder im Kinderzimmer: Die Körpertemperatur des Kindes kann am Nacken geprüft werden. Schwitzt das Baby oder fühlt es sich sehr warm an, kann eine Kleidungsschicht zu viel der Grund dafür sein. Generell gilt: Das Baby sollte höchstes eine Kleidungsschicht mehr tragen, als die Erwachsenen selbst.

Ab wann in ein eigenes Zimmer ziehen?

Darf das Baby zur Sicherheit und Beruhigung die erste Zeit mit bei Mama und Papa schlafen, kommt dennoch irgendwann der Zeitpunkt, zu dem es das eigene Zimmer beziehen kann. Schließlich bedeutet das für das Paar etwas mehr Privatsphäre, aber unter Umständen auch Ruhe und Entspannung. Empfohlen ist es, den Umzug ab dem sechsten Lebensmonat durchzuführen. In diesem Alter ist das Risiko für einen plötzlichen Kindstod schon deutlich geringer und Babys können ihre Schlafposition besser allein regulieren, um die Atemwege frei zu halten. Mit dem richtigen Babyphon haben Eltern auch vom Wohn- oder Schlafzimmer aus jederzeit einen Blick auf ihren Nachwuchs, um es rechtzeitig beruhigen, füttern oder wickeln zu können.

In dieser Zeit sind Babys auch so weit entwickelt, dass sie sich nachts durch Geräusche und Unruhe im Schlaf stören lassen – ein eigenes Zimmer kann daher förderlich sein, um den tiefen Schlaf des Babys nicht zu unterbrechen. Damit der Umzug in das eigene Zimmer reibungslos funktioniert, können Sie als Eltern diese Dinge beachten:

  • entwickeln Sie Einschlafrituale, die Ihrem Kind Sicherheit vermitteln und behalten Sie möglichst einen gleichen Tagesablauf bei
  • nutzen Sie von Anfang an ein Element am Babybett, das später den Umzug in das Kinderzimmer-Bettchen mitmacht und daher als Begleiter dient (beispielsweise eine Spieluhr)
  • stellen Sie sich einen Sessel neben dem Babybett bereit, damit Sie nachts bei Unruhe Nähe und Geborgenheit spenden können
  • zeigen Sie Ihrem Kind durch schnelles Reagieren, dass Sie trotzdem in der Nacht immer für das Baby da sind

Es hilft oftmals auch, dass Sie das Baby tagsüber an das Schlafen im eigenen Kinderzimmer gewöhnen. Mittagsschläfchen können hier abgehalten werden, um das Baby mit dem Zimmer vertraut zu machen und es ein geborgenes Gefühl entwickeln zu lassen. Wird der Umzug dann für den Schlaf in der Nacht vollzogen, kennt das Baby sein Bettchen schon und wird sich nicht so alleine oder ungewohnt fühlen.

Das Wichtigste zusammengefasst

Obwohl Babys bereits ab der Geburt in ihrem eigenen Zimmer alleine schlafen können, sollten Sie als Eltern die ersten Lebenswochen oder –Monate nutzen, um Ihrem Nachwuchs Nähe zu vermitteln. Auf diese Weise lassen Sie Ihren Schützling sicherer und entspannter schlafen. Setzen Sie hinzu auf Rituale, feste Tagesabläufe und sichere Schlafbedingungen, wird sich das Kind schnell an Ihre Schlafgewohnheiten gewöhnen und auch den späteren Umzug in das eigene Kinderzimmer ohne Frust mitmachen. Seien Sie sich gewiss: Früher oder später schläft jedes Baby besser durch und ist nicht mehr auf das elterliche Schlafzimmer angewiesen, sodass Sie diese intensive Kuschel-Zeit ganz sicher vermissen werden.

Tipp: Nehmen Sie diese Phase daher so gut wie möglich auf und genießen Sie die Zweisamkeit mit Ihrem Kind, auch, wenn sie viel Stress und Anstrengung bedeutet.

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